Die Wirkung von Musik auf den Menschen

Auf jeden von uns wirkt Musik unterschiedlich. Einigen hilft sie beim Einschlafen, andere können sich damit besser konzentrieren, und wieder andere berichten von einem positiven Einfluss auf ihre Leistungen beim Sport. 

Wie sich Musik auf Körper, Emotionen und Psyche auswirken kann, ist Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen in der Psychologie und der Medizin. Studien haben gezeigt, dass die Stimmungsregulation ein wichtiger Motivator für uns ist, Musik zu hören. Dabei kann sowohl eine vorhandene Stimmung durch passende Musik verstärkt werden. Auch kann die Stimmung durch Musikwahl gezielt manipuliert werden. Untersuchungen legten beispielsweise nahe, dass sich bestimmte Lieder positiv auf das Selbstbewusstsein auswirken. Und weitere Studien ergaben, dass speziell die Musik unserer Jugendzeit prägend für uns ist und wir uns besonders gut an sie erinnern. Je nach Musikrichtung können wir uns durch die Klänge ausgelassen, melancholisch oder wütend fühlen. Zudem kann Musik Stress mindern.  

Neurowissenschaftler interessieren sich dafür, was während des Musikhörens in unserem Gehirn passiert. Es wurde u.a. nachgewiesen, dass bestimme Gehirnbereiche bei Musikliebhabern besonders ausgeprägt sind, wie etwa das „Corpus Callosum“. Das Corpus Callosum dient dem Informationsaustausch zwischen den linken und rechten Gehirnhälften, die jede für sich zum Teil unterschiedliche Funktionen haben. Eine starke Verbindung zwischen beiden Gehirnhälften ist essenziell ist für die Koordination von Gehirnfunktionen, was u.a. eine Voraussetzung ist für die Informationsverarbeitung und für kreatives oder analytisches Denken. Neben dem Gehirn beeinflusst Musik andere Körperfunktionen wie Atmung und Herzfrequenz und kann Emotionen hervorrufen bzw. verstärken. 

Auch gibt es Hinweise darauf, dass Musik positive Auswirkungen bei bestimmten Krankheiten, wie Depressionen, Parkinson, Demenz oder Tinnitus, haben kann. Bei diesen Krankheiten kann eine Behandlung mit Musiktherapie einen Beitrag dazu liefern, dass wichtige Vitalfunktionen angeregt werden. Im Rahmen dieser Therapieform werden dem Patienten verschiedene Klänge und Musikstücke vorgespielt, durch die Assoziationen an – meist positiv besetzte – Erlebnisse der Vergangenheit aktiviert werden. Diese Erfahrungen tragen zum Identitätserhalt und Angstabbau bei. Auch kann die allgemeine Beweglichkeit durch aktive Bewegung zur Musik spielerisch verbessert und damit Lebensqualität erhöht werden.    

Alina und Uli

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